Gedanken

1 Jahr!

7. Dezember 2017

1 Jahr voller Turbulenzen, 1 Jahr voller schöner Momente, 1 Jahr voller Hoch und Tiefs, 1 Jahr persönlicher Reife, 1 Jahr die Bestätigung dafür bekommen, dass ich seit Jahren auf dem richtigen Weg bin – mein Weg!

Nun schreite ich in ein neues Lebensjahr und was soll ich sagen. Das vergangene Jahr war etwas hart, doch irgendwie ging es immer weiter. Härter war, nicht nur dass ich Familienmitglieder verlor, sondern auch, dass ich wenige Male an mir selber gescheitert bin. Ich stand mir selber im Weg und das in den wenigen Malen durch destruktive Gedanken.

Ich bin mir auch relativ sicher, dass mich eines Tages genau diese Gedanken auch zum Verhängnis werden. Durch die vielen Schicksalsschläge im Leben und Verluste von sehr lieben Menschen, zweifelte ich stark im Leben, entwickelte negative Gedanken. Mit den Jahren wurde es besser, dennoch ertappe ich mich selten dabei, wie ich wieder schnell abdrifte. Was ich mache? Seit 2009 Yoga. Was mich seit 2011 immer wieder zu mir zurück bringt? Die Yoga-Atmung!

Mein vergangenes Lebensjahr zeigte mir wie weit ich schon in meiner spirituellen Entwicklung bin, wie oft ich mich im Leben schon meiner eigenen Wahrheit gestellt habe obwohl ich wusste wie unangenehm das werden würde. Wie sehr ich den Kontrast brauche. Den Kontrast zwischen Turbulenzen und Stille.

Ich wurde beschützt, geleitet und herausgefordert

Von Geburt an bin ich sehr emotional, temperamentvoll, sehr ungeduldig. Als ich meine spirituelle Reise 2011/12 begann, vor allem mich meiner eigenen Wahrheit zu stellen, wusste ich, dass es unangenehm werden würde. Ich würde nicht mehr viele Menschen um mich herumhaben. Aber ich habe etwas viel essentielles, Wichtigeres für mich herausgefunden. Dass ich die Stille mindestens genauso brauche. Den Rückzug. Den totalen Rückzug.

Es war für mich noch nie ein Problem meine Meinung direkt zu äußern, doch genauso gut kann ich heute Schweigen. Kann einschätzen ob es sich lohnt meine Meinung zu sagen oder nicht. Das letzte Lebensjahr zeigte mir auch, warum meine Freunde vom Alter her doch gute 10 Jahre älter sind, ich habe mit den Jahren meine Prioritäten geändert. Es kommt nicht mehr darauf an „jemanden“ etwas zu beweisen. Mir ist vielmehr wichtiger geworden in meiner Mitte zu sein, im Einklang mit dem was ich tue.

Geistig frei sein, im Herzen mit mir im Reinen

Am Anfang meiner Reise fragte ich Karola warum denn sich so wenige Menschen für diesen spirituellen Weg begeistern können. Am Anfang war es mir wichtig, so viele Menschen mitzunehmen wie nur möglich, doch mit den Jahren lernte ich, dass nicht jeder gleich weit im Leben steht. Manche sind weiter, manche eben nicht. Sich dann noch der eigenen Wahrheit zu stellen, ist eine andere Nummer und nicht die leichteste Aufgabe.

Das A und O dabei ist sich nicht zwingen. Nichts forcieren. Nicht erwarten, dass es von jetzt auf jetzt geht. Das Herz und die innere Uhr werden einem schon sagen, wenn man für eine solche Reise bereit ist. Wenn man bereit ist, sich all dem zu stellen was unangenehm ist, bereit ist auch mal Opfer zu bringen und all das Loslassen was einem davon abhält zu wachsen.

Mein 36ste Lebensjahr, war für mich turbulent und doch so voller Stille. Beruflich wie privat. Beruflich, habe ich den richtigen Weg für mich eingeschlagen ohne Wenn und Aber. Privat auf jeden Fall auch. Es gab Zeiten wo die Ehe ziemlich gelitten hat, doch ich denke genau diese Zeiten schweißen zusammen. Genau diese schweren Zeiten, beantworten einem die Frage ob man in dieser Ehe richtig ist. Und plötzlich sind alle Zweifel wie weggeblasen.

Diese Karte bekam ich von meiner Mama. Mit den Worten “Das da rechts mit der Pfote draussen bist du, und links, das ist Rü! Ihr seid so gegensätzlich, aber irgendwie gehört ihr zusammen!” –

Genau das hat mir mein letztes Jahr gebracht. Dass ich alle Gedanken, alle Menschen, alle Anhaftungen ziehen lasse, die nicht meinem seelischen und körperlichen Wohlergeben dienen. Die mich nach unten ziehen, die mich im Sein einschränken.

Zusammengefasst war mein letztes Jahr, erfolgreich, schmerzhaft, sehr schön, traurig und unter Strich wunderbar, denn ich bin auf meinem Weg und genau da werde ich auch bleiben, egal welche Turbulenzen mich auch immer erreichen werden. Denn genau das ist mein Rezept um die MS ruhig zu halten. Ich habe akzeptiert, dass ich nicht nur anders bin, sondern genau richtig WEIL ich anders bin.

Jeden Tag dankbar zu sein. Dankbar für all die Möglichkeiten mir noch offenstehen, dankbar, dass ich nicht nur ein freies Herz, sondern auch einen freien Geist besitze um genau diese Möglichkeiten zu erkennen und auch annehmen. Auch bin ich dankbar für all die Menschen die mir zur Seite stehen, egal was, wie auch immer passieren mag. Dass diese Personen nie an mir zweifeln. Dass sie auch ohne große Worte mir zeigen, dass ich einzigartig bin und mich dabei unterstützen mein ganzes Potenzial auszuschöpfen. DANKE!

Genau das möchte ich euch mit auf dem Weg geben. Sucht nicht nach allem was euch fehlt, sondern seid dankbar für all das was ihr habt. Schaut nicht ob der Nachbar einen größeren Garten hat als ihr, sondern seht es positiv, dass ihr damit viel weniger Arbeit habt und euch so auf das innere im Haus konzentrieren könnt. Ihr seid wunderbar, wahre Meisterstücke und perfekt in eurem Dasein. Traut euch Loszulassen und hört auf euer Herz.

Ihr seid großartig, vergesst das nie

Fühlt euch gedrückt.

Eure,

Claudia

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