Gedanken

Trauer und Glück

23. November 2017

Schon skurril wie nah diese beiden Wörter von der Bedeutung her, beieinanderliegen. Meine letzten Wochen waren hart. Nicht nur hart vom körperlichen her, sondern auch seelisch. Ich musste mich von einigen Menschen verabschieden. Menschen die mir am Herzen lagen. Menschen aus der Familie, aber auch Bekannte, Freunde die ich gerne hatte.

Natürlich geht das Leben weiter, natürlich kann man trotz allem wieder Lachen. Doch die Gefühle haben bei mir dennoch einen komischen Beigeschmack, hinterlassen. Es ist schmerzhaft (für die erste Zeit) wenn jemand geht, doch schlimmer finde ich, wenn einige Menschen aus unseren Leben scheiden ohne, dass man die Möglichkeit gehabt hätte sich zu verabschieden. Noch ein letztes Mal versuchen, dieser Person die voller Angst auf das Ende wartet, Mut zu machen, es soll keine Angst haben was kommt, sich nicht fürchten.

Diesen wundervollen Strauß, liebevoll von Frau Hölle, zusammengestellt widme ich all jenen die aus meinem Leben gegangen sind. Ich schenke euch diesen Strauß, ein Lächeln und wünsche euch egal wo immer ihr sein mögt nur das Beste und eine Zeit ohne Schmerzen und Leid

Warum passieren solche Dinge? Sich nicht verabschieden dürfen, noch eine letzte Umarmung, noch ein letzter Kuss. Dann diese Abschiede, bei denen man Menschen loslassen, gehen muss. Es schmerzt, es tut Hölle weh, aber man muss sie ziehen lassen. Meine Hauptfrage die letzten Wochen war: „Warum muss man sich überhaupt verabschieden?“ Egal von wem und egal ob für immer oder nicht.

Kennt ihr das wenn dann zeitgleich aber auch wunderbare Dinge passieren? Man trauert, man ist krank vor lauter Traurigkeit, man findet sein Platz nicht, dennoch passieren parallel so schöne Dinge, dass man fast ein schlechtes Gewissen bekommt und sich dann nicht erlaubt, dieses Glück anzunehmen. Was macht man dann in solch Augenblicke? Wie verhält man sich. Nimmt man das Glück an, macht weiter oder man trauert weiter und hofft, dass es besser wird.

Die letzten Wochen haben mir gezeigt wie vergänglich alles ist, wie schnell alles vorbei sein kann. Genau das löste in mir etwas aus, etwas wovor ich Angst hatte es anzunehmen. Glücklich sein und das Leben genießen, das solange es geht, denn die letzte Stunde kann immer von jetzt auf jetzt schlagen.

Die Natur legt sich für eine Jahreszeit nur schlafen, doch sie wacht jedes Frühjahr wieder auf. Leider ist das nicht immer so. Deshalb lasst uns den Moment geniessen

In vollen Zügen genießen? Als gäbe es kein Morgen? Genau das ließ sich nie bei mir unter einem Hut bringen. Trauern vs. Glücklich sein. Da ich ein Hochsensibelchen bin, konnte ich mir das nie vorstellen wie so etwas funktionieren kann. Warum ich so emotional veranlagt bin weiß ich nicht aber ich weiß jedoch, dass es funktionieren kann. Man kann trauern und doch gleichzeitig sich über die positiven Dinge im Leben, erfreuen.

Ich brauchte Zeit. Zeit für mich, Zeit zum Begreifen, dass es nicht schlimm ist, wenn man um eine liebe Person trauert und sich gleichzeitig über positives erfreuen kann. Ich würde es auch nicht wollen, dass man 24 Stunden an 7 Tagen die Woche um mich trauert. Ich würde es mir wünschen, dass die Menschen die mit mir etwas anfangen konnten ihr Leben genießen, das Leben feiern, nach vorne schauen, nicht aufgeben und das Lachen nie verlernen.

Es ist ein Segen, wenn man Menschen an der Seite hat, die einem in guten wie in schlechten Zeiten beistehen

Auch ich werde das tun. Auch ich werde mich am Leben erfreuen, genießen, lachen, feiern und ja auch trauern, traurig sein, verzweifeln doch mit dem Wissen, dass wieder bessere Zeiten kommen.

Lasst euch nicht ärgern meine Lieben. Kämpft, seid stark, mutig und habt für jede Lebenssituation ein Lächeln übrig, denn glaubt mir, damit lässt sich besser leben.

Fühlt euch doll gedrückt und DANKE, dass es euch gibt! Ihr seid meine Herzmenschen.

Eure,

Claudia

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