Gedanken

1000 Gesichter – MS & Scham

9. November 2017

OMG meine lieben es ist soweit und das Video über MS & Scham ist online!

Doch bevor ihr euch das Video anschaut, möchte ich gerne noch ein paar Worte dazu sagen. Naja gut, ihr müsst den Text nicht lesen 😉. 

Als allererstes möchte mich bei der lieben Sabine (http://kleinegrauewolke-blog.de, @kleinegrauewolke auf Instagram) und ihr Team, von ganzem Herzen bedanken. Sabine, dir möchte ich vor allem danken, weil du einverstanden warst, dass ich darüber spreche. 

Ich bekam deine erste E-Mail, das weiß ich noch, mit der Frage ob ich nicht Lust hätte bei Tausend Gesichter mitzumachen?! Na klar, hatte ich Lust. Du hast mich darum gebeten mir zu überlegen, worüber ich gerne schreiben möchte. Was macht mir am meisten zu schaffen. Da musste ich nicht lange überlegen, denn mein Thema war “sexuelle Störung aufgrund der MS”. 

Damals sagte mein Mann “Na dann, hast du kein besseres Thema worüber du reden kannst?” Worauf ich antwortete: “Nö, weil mir eben dieser letzte Schub, alles nahm wovon ich glaubte, es sei zum überleben lebenswichtig.” Bis ich eben verstand, dass es eben dem nicht so ist. Ich hatte/habe keine Schwierigkeiten damit das Problem beim Namen zu nennen und darüber zu sprechen. Warum denn auch? Es ist nun mal ein Symptom, denn ich nicht mehr wegzaubern kann und warum sollte man über alle anderen Symptome der MS breit und offen diskutieren aber eben über “sexuelle Störungen” nicht?

Ja auch ich hatte ganz am Anfang “Schamgefühle” darüber zu sprechen, doch schnell habe ich begriffen, dass es der falsche Weg ist nicht darüber zu reden. Vielleicht hätte ich es schnell geschafft dieses Thema zu verarbeiten wenn ich eventuell mehrere Informationen im Internet darüber gefunden hätte. Informationen, Tipps,, eventuell auch an wenn ich mich wenden kann. Doch so stand ich da, las unendlich viel über Fatigue, über Schmerzen, etc. aber eben nicht über dieses eine bestimme Thema.

Ja klar habe ich mir auch gedacht, ob da draußen die Menschen sich nur denken ob ich sie nicht mehr alle im Schrank hätte. Oder sich denken ich brauche nur Aufmerksamkeit, also spreche ich über irgendetwas. Meine Antwort war dann: Ja ich habe den kompletten Set noch unbeschadet in meinem Küchenschrank und nein ich brauche keine Aufmerksamkeit, erst Recht nicht wenn es um ein solch empfindliches Tabu-Thema geht. Es gehört zu mir und ich möchte einfach nur anderen Betroffenen da draußen Mut machen, sich dafür nicht zu schämen, falls man eben an ein solches Symptom leidet. 

Als ich wusste ich müsste Sabine treffen, war ich aufgeregt wie ein kleines Kind. Ich wusste nicht was mich erwartet, wie es ablaufen wird. Dachte mir nur OMG ich und vor die Kamera, nein wir sind keine guten Freunde. Aus Erfahrung weiß ich und eben weil man mir des Öfteren in der Vergangenheit gesagt hatte VOR die Kamera erscheint man gute 5 Kilo dicker und dann noch mein komischer Akzent, nein das geht nicht gut dachte ich mir. Doch die liebe Sabine und ihr Team haben wunderbare Arbeit geleistet.

Es waren knapp 3 magischen Tage die ich erleben durfte. Sabine ist eine tolle, sehr starke und sehr mutige junge Frau und ich bin sehr sehr glücklich, froh, dass ich die Ehre hatte sie nun besser kennenzulernen und erfahren durfte was für ein bezauberndes Wesen hinter “Kleine Graue Wolke” steckt.

Und bevor ich mich nun von euch verabschiede, möchte ich auch euch ein großer Dank aussprechen. Ihr seid alle wunderbar und bitte bitte seid mutig. Mutig um über Dinge sprechen zu können, die keine Schande sind und wofür ihr euch auch nicht zu schämen müsst/braucht, denn alles was wir eben im gesamten haben sind kleine “Schönheitsfehler”! Die man entweder gut wegretuschieren oder gut abdecken kann.

Fühlt euch doll gedrückt. 

 

Eure,

Claudia 

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